Haben Ärzte eine Aufklärungspflicht?

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Frau Luise Lump möchte sich an den Hüften Fett absaugen lassen. Für diesen Eingriff hat sie sehr lange Zeit gespart und geht zum Arzt ihres Vertrauens. Sie bekommt kurzfristig einen Termin bei diesem. Die OP wird einige Wochen später durchgeführt, doch das Ergebnis ist alles andere als erfreulich. Frau Lump wird von starken Schmerzen geplagt und nach diversen Untersuchungen anderer Ärzte stellt sich heraus, dass der Herkunft der Schmerzen in der Schuld des Schönheitschirurgen liegt. Doch Frau Lump möchte nichts gegen den Arzt unternehmen, da sie sich sicher ist, dass ihr kein Recht zugesprochen wird.

Der Arzt hat in jedem Fall die Pflicht zur Aufklärung über Nebenwirkungen einer OP. Wenn dies hier nicht geschehen ist, hat Frau Lump selbstverständlich die Möglichkeit, gegen den Arzt rechtlich vorzugehen.

Quelle: (Zwei Urteile des Oberlandesgericht München belegen dies: Urteil vom 24.11.2011, Az. 1 U 1431/11 und Urteil vom 22.04.2010, Az. 1 U 3807/09.)

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